Viele Jahre lang existierte in der Siedlung eine aktive Probenarbeit. In einem Probenbüchlein waren viele Kenntnisse und Aktionen zusammengefasst, die man vor der eigenen Aufnahme in einen neuen Stand/eine neue Stufe erfüllt haben musste. Diese Proben stellten keine "Mutproben" oder dergleichen dar. Seit einiger Zeit wurde nicht mehr mit den Proben gearbeitet. Auf dem Führerrundenwochenende 2025 entstand eine neue Probenordnung, die seit dem Sommer 2026 bei den jüngsten Sippen Verwendung findet.
Die Proben sind keine starren Vorgaben mehr, die vor jeder Aufnahme abgehakt werden müssen, sondern dienen als freiwilliger Leitfaden für junge Sipplinge und deren Sippenleitungen. Sich grob an ihnen auszurichten empfiehlt sich trotzdem, da sie die Grundkenntnisse abbilden, die alle beherrschen sollten. Als vielseitige Grundlage für Sippenstunden erlaubt die Probenordnung auch den Sipplingen einen Blick darauf, was sie in Zukunft noch alles lernen und erleben können.
In unserer Siedlung werden weiterhin die alten Ständezeichen der Christlichen Pfadfinderschaft, also die Lilie im Kreuzschild ("Knappennadel") und die Kreuzlilie ("Spähernadel") verwendet. Auch Kreuzpfadfinder sind in unserer Siedlung aktiv, sie tragen das Pfadfinderkreuz an der linken Brusttasche. Daher finden bei uns sowohl Versprechensfeiern und Aufnahmen mit dem feierlichen Umlegen der jeweiligen Stufenhalstücher als auch mit dem Anstecken der Ständenadeln statt. Noch arbeiten wir daran, diese beiden Konzepte bestmöglich zu vereinen.
Eine Ständearbeit im eigentlichen Sinn, bei der das Erreichen eines bestimmten Standes die Voraussetzung für das aktive oder passive Wahlrecht in der Siedlung oder den verschiedenen Ebenen des Verbandes oder Bundes darstellt, besteht bei uns nicht mehr.


